December 30

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E-Commerce Tutorial: von Webshop-System bis Zahlungsarten – Thomas Leskowsky / Digitalisierungswoche

By Felix Kogler

December 30, 2020

digitalisierungswoche, ecommerce, onlineshop

Du hast ein Produkt auf den Markt gebracht aber weißt nicht, wie du es online verkaufen kannst? Dir fehlt ein funktionierender Webshop?

Wenn dir das bekannt vorkommt, dann lies jetzt weiter. Wir haben mit Thomas Leskowsky über E-Commerce und deinen individuellen Weg zum Onlineshop gesprochen.

Das gesamte Interview findest du in diesem Video.

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Der Speaker: Thomas Leskowsky

Thomas Leskowsky hilft seit über 3 Jahren Unternehmen bei A-COMMERCE, online erfolgreich zu werden. Nach seinen Abschlüssen in Wirtschaftsberatung und E-Commerce ist er heute Experte für Shopaufbau und Weiterentwicklung. Außerdem ist Thomas Leskowsky Lektor und gibt sein Wissen gerne weiter.

Pre-Phase (vor dem Projektstart)

Ein Onlineshop ist nicht einfach von heute auf morgen erstellt - du solltest dich auf eine Menge Arbeit einstellen. Außerdem müssen die rechtlichen Grundlagen zur Anmeldung eines Onlineshops stimmen: beispielsweise eine Bankverbindung.  

All das ist dir längst klar? Dann kommen wir zu einem Punkt, der häufig unterschätz wird: die Zielgruppenanalyse.
B2C oder B2B? Da gibt es tatsächlich einige Unterschiede in der Umsetzung. Zum einen unterscheidet sich die Komplexität des Marketings - und ganz allgemein die Entscheidungsträger. Während es bei B2C (Business to Customer) eher um einzelne Pakete geht, wird im B2B-Bereich (Business to Business) schon mal ein ganzer Speditionswagen voll mit Waren versandt. Natürlich kannst du auch eine Mischform der Beiden wählen. In jedem Fall ist es unbedingt nötig, dass du deine Zielgruppe kennst. 

Ein weiterer wichtiger Punkt: Definiere eine Marken-/Unternehmenspersönlichkeit. Wofür steht dein Unternehmen, wie grenzt du dich von deinen Mitbewerbern ab? Hier kann eine Konkurrenzanalyse, sowie eine Marktanalyse hilfreich sein. Hierzu kannst du Keywordanalysen und Statistiken nutzen. Zusätzlich: Erstelle ein Persona deines Unternehmens, um herauszufinden, wie du deine Kunden am Bester erreichst.

Das Erstellen einer Unternehmenspersona kann schon mal mit kreativem Chaos einhergehen. 

Wie gehst du damit um, wenn einmal nicht alles glatt läuft? Für diesen Fall solltest du anhand verschiedener Szenarien (z.B. den Retourenfall) berechnen, wie deine Deckungsbeiträge sich verhalten. Eine Produktrechnung ist also sinnvoll. Umgekehrt kannst du so auch herausfinden, wie du von verschiedenen Marketingmaßnahmen, beispielsweise von Rabattaktionen, profitieren kannst.
Weiters steht natürlich eine Unternehmensrechnung an: Wie hoch sind die einmaligen und laufenden Kosten für das Shopsystem, die Logistik, Zahlunganbieter, sowie für die verschiedenen Abteilungen deines Unternehmens samt Mitarbeitern?

Wenn du all diese Punkte gut durchdacht hast, steht dem nächsten Schritt nichts mehr im Wege. Auf in die Umsetzung!


Anforderungsprofil und Umsetzungsphase

Zuallererst: Wer erstellt deinen Onlineshop? Das kannst du selbst in die Hand nehmen oder Dritten überlassen. 
Wenn du ihn selbst bauen möchtest, solltest du einige Zeit einplanen und nicht versuchen, das Projekt "so nebenbei" zu stemmen. Außerdem sind Programmierkenntnisse nötig.  
Ansonsten kannst du die Arbeit einer Agentur oder einem  Freelancer überlassen. Bedenke: Freelancer sind meist weniger an das Projekt gebunden und ggf. nicht immer ansprechbar, wenn du Hilfe benötigst. Eine professionelle Agentur ist auch nach Ablauf des Projektzeitraums für dich da. Agentur ist dabei nicht gleich Agentur. Du kannst wählen zwischen Full-Service oder Spezialist, Online-Marketing-Agenturen, E-Commerce, ...
Wichtig ist, dass ein eindeutiges Konzept vorliegt. Sorge dafür, dass alle Beteiligten genau wissen, wie der Shop aussehen soll. 

Sorge dafür, dass alle Beteiligten deine Anforderungen und Wünsche an den Onlineshop genau kennen.

Nun kommen wir zur Auswahl des passenden Shopsystems. Da gibt es drei Möglichkeiten:

  • OpenSource-Systeme: Hier kannst du auf freien Programmiercode zugreifen und so deinen Shop gestalten.
  • Miet-/Abomodelle: Hierbei verwendest du ein bereits vorgefertigtes Shopsystem, welches dir bereits die grundlegende Infrastruktur bereits liefert.
  • Lizenzlösungen: Diese kosten meist ein bisschen mehr und sind insbesondere geeignet für große Unternehmen, die verschiedene Prozesse miteinander verknüpfen wollen und ggf. auch international unterwegs sind.

Die Auswahl des Shopsystems sollte beispielsweise von deinen eigenen Programmierfähigkeiten, aber auch von dem Verwendungszweck und dem gewünschten Automatisierungsgrad abhängen. Möchtest du ein vorgefertigtes Template nutzen oder lieber alles von Grund auf selbst einrichten? Hier solltest du individuell schauen, was am besten zu dir passt.

Tipp: Das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen ist eine gute Möglichkeit, den eigenen Online-Shop rechtlich abzusichern und sich Hilfe zu holen, wenn diese benötigt wird.

Ware und Logistik

Ein Onlineshop ist 24/7 erreichbar und bietet daher keine Planungssicherheit, wenn es um das Versenden von Ware geht. Wenn du das 
Versenden also nicht auslagern, sondern selbst übernehmen möchtest, solltest du dich auf einen hohen Aufwand und wenig Urlaub gefasst machen - spätestens dann, wenn du immer mehr Kunden gewinnst. Umgekehrt ist es natürlich etwas Besonderes für den Kunden, dass sein Packerl von einer Person und nicht von einer Maschine versandt wird.

Close-up of young woman hands holding packing machine

Mit steigender Anzahl an Bestellungen steigt der Aufwand für Selbstpacker.

Mit einer Auslagerung des Aufwands an ein Unternehmen wie Global Mail oder Logsta sind natürlich Kosten verbunden. Jedoch gewinnst du hier an anderen Stellen dazu- etwa an der zu investierenden Zeit, dem Platz oder an Urlaubstagen, die sich nun wieder deutlich einfacher vorausplanen lassen.

Natürlich dürfen zu einem guten Marketing auch Produktinformationen nicht fehlen. Dies sollten

  • die W-Fragen beantworten (was, wo, wie, wie viel, ...)
  • die Alleinstellungsmerkmale deines Produkts hervorheben
  • Lagerstand, Lieferzeit und Preise sind selbstverständlich auch von Interesse.  

Biete verschiedene Zahlungsarten an, um deinen Kunden eine Bestellung so leicht wie möglich zu machen.

 Dann stellt sich noch die Frage nach den relevanten Kanälen: Sollten deine Produkte neben dem Onlineshop auch auf Social Media, in Kataligen oder auf digitalen Marktplätzen vertreten sein? Dann solltest du hier ansetzen. Sobald du über 1000 Produkte vertreibst, ist der Einsatz eines PIM-Systems (Product information management-System) sinnvoll. Dort können alle relevanten Produktdaten gespeichert und dann auf den verschiedensten Kanälen verbreitet werden.

Und danach?

Teste, testen, testen. Nur so kannst du eventuelle Schwachstellen finden und deinen Onlineshop verbessern. Außerdem sollte dein Shop so viel Aufmerksamkeit wie nur möglich bekommen. Dies erreichst du durch geeignete PR-Maßnahmen, Marketing usw. 

Überprüfe regelmäßig, ob du etwas an deinem Onlineshop verbessern kannst. Dank der sich ständig weiterentwickelnden Branche ergeben sich ständig neue Möglichkeiten, dein E-Commerce-Potenzial noch weiter auszuschöpfen.

Über den autor

Blickt auf über 7 Jahre als Geschäftsführer einer Marketingagentur zurück und kennt die Herausforderungen des Mittelstands genau. Felix Kogler liebt es, manuelle Tätigkeiten durch automatisierte Prozesse zu ersetzen. Dazu testet er ständig neue Tools und Lösungen, die er in Form von Videos oder Blogartikeln teilt.

Felix Kogler

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